Australien – p3

Wir hatten erstmal genug von Traumstränden und machten uns auf in die Berge Richtung Kosciuosko NP. Unterwegs versuchte ich ein paar mit ihrem alten 4wd gestrandete Jungs etwas aufzuheitern. In die Berge ging es durch hunderte KM kahler Mondlandschaftshügel die der Viehbauerei geschuldet waren. Die Erosion tat ihr Werk und legte langsam überall den kahlen Fels frei. 

Am Abend entzückte unser tolles neues Ultraleichtzelt uns während des Abendessens damit ohne Wind oder sonstige äußere Einwirkung einfach einzustürzen. Die Ursache war eindeutig: die Aluminiumverbindungsstücke zwischen den Carbonröhren waren nicht ausreichend verklebt, eine war auf Wanderschaft gegangen und Zuviel Druck auf zu wenig Fläche hatte das Carbon zum Bersten gebracht. Mit Hilfe unserer Nachbarn, einem netten älteren Pärchen, konnten wir den Bruch mehr schlecht als recht fixen und verbrachten einen netten Abend an ihrem Bollerofen. 

Den höchsten Berg Australiens erklommen wir per Seilbahn und nach Bürger mit Aussicht ging es zu Fuß wieder nach unten ins sehr auf Österreichisch getrimmte Thredbo. Trotz dreimaligem Entlangfahrens gab es für uns leider keinen Emu auf der Alpine Road, dafür schönes Camping am Lederfass-Bach mit Gebirgsbachbad. 

Über kurvige Passtraßen gondelten wir Richtung höchstgelegene Stadt Australiens und hatten unseren persönlichen Mordormome t. 20km umgeben von ausschließlich kahlen toten Bäumen die zusammen mit ein wenig Buschwerk und Gebirgsblümchen die Hügel vollständig überzogen. Keiner konnte uns verraten wo das gruselige Baumsterben herrühren möge. Das Städtchen war übrigens potthässlich und reine Retorte. Aber die restliche Gebirgsstrecke sehr schön. 

Auf unserer abendlichen Dirtroadwackelpiste durften wir endlich eine Emumama nebst 6 Emukindern in aller Ruhe observieren. 

Am nächsten Tag böllerten wir weiter Richtung Lakes Entrance. Nach überraschender indischer Gourmetküche im Bairnsdaler Roadhousecafé hatten wir auch noch Glück mit unserem fast leeren weil etwas bushigen Zeltplatz am Ninety Mile Beach wo wir dann auch in Ruhe das Beach-Life genossen. Inzwischen war ja der Wahnsinn namens Summer Holidays ausgebrochen und alle Australier irgendwo am Campen. Der Lakes NP war irgendwie nix und dann regnete es noch also zogen wir weiter. 

Fee wollte so gerne noch Ziplinen in den Bäumen des Otway NP. Also großer Autofahrtag südlich an Melbourne vorbei.gemütliches Community Café im Dorf am Highway. Zwei Minuten später und wir hätten die letzte Fähre nach Queenscliff verpasst. So trafen wir rechtzeitig am schönen Colacer See ein, mal wieder eine gute Empfehlung von camps Australia wide (und kostet nix).

Das Ziplinen Im Regenwald war fein, auch ohne Baumkangaroos. Wir beschlossen den Tag mit einer Runde Great Ocean Road (wirklich regenfrei dieses Jahr) und endeten wieder in Colac am See. 

Autor: Chris

in meinem kopf ist träumen noch erlaubt

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