Reisetexte

My Son

Ein wenig Tempel im Urwald muss sein. Also brachen wir heute morgen um 5 zum Weltkulturerbe Schauen auf. So hatten wir das große Vergnügen die Champa-Tempelanlagen von My Son im Licht der aufsteigenden Sonne zu erleben, vor dem Einfall der
Bustourgruppen. Die Geräusche des Regenwaldes klingen uns noch in den Ohren. Und überall wuchsen Sternfruchtbäume.

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Hoi An

9h Zugfahrt als einzige Bleichgesichter im Abteil. Besonders schön neben der Aussicht auf Berge, Meer, Reisfelder und Dörfer war natürlich, dass ständig ein Wagen mit Leckereien wie Snacks, Pho oder Reisgerichten an uns vorbeirollte.

Jeder Touri aus der Gegenrichtung hatte von Hoi An geschwärmt. Und die hatten recht! Von unserem Homestay bei einer Schneiderin die gerade für uns schneidert sind es 10 min in die mopedfreie Altstadt wo einem zwischen einladenden Restaurants und Geschäften überall Seidenlampions entgegenstrahlen. Einen Strand gibt es natürlich auch.

Hier mal ein wenig Kulturschock: Kinderkriegen in Hoi An, sehr lesenswert.

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Nha Trang

Schnell rein und wieder raus war unser Plan für den russisch dominierten Ballermann von Vietnam. Unser Bus von Da Lat cruiste flott durch die sehenswerte Berglandschaft zur Küste, es blieb dennoch Zeit für kurze Stops zum Minimaronen kaufen und Mittagessen in der Dorfkneipe und der Busbegleiter brachte uns „ich liebe Dich“ auf vietnamesisch bei.
Nha Trangs Strandpromenade ist wirklich schön mit sanfter Brise (aber nix Wellenreiten) und Aussicht auf jede Menge vorgelagerte Inseln. Wir gönnten uns den Sailing Club mit Dinner und Cocktails am Strand. Einfach die Bettenburgen dahinter ausblenden…

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Da Lat

Den „Lieblingsferienort aller Vietnamesen“ erkunden wir von der Villa Vista aus. Hier einmal der Blick aus unserem Gemach.

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Mit unserem sehr belesenen Guide Heap erlebten wir zwei Pagoden, eine Kaffeeplantage, eine Seidenfabrik, eine Korbflechterei, eine Reisnudelfabrik, den Elephant Waterfall, eine Blumenfarm, das Crazy House, eine Bergbesteigung mit Scenic Lookout und den Blumenpark. Lunch in einem local „restaurant“ gab es auch noch.

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Mekong

Raus aus der dröhnenden Stadt über endlose von Garküchen, fliegenden Händlern, Hängemattenhütten und jeder Menge Platikmüll gesäumte Straßen tuckerten wir nach Cai Be. Für 2 Nächte war Kreuzfahrt durch das Mekongdelta angesagt. Neben permanenten Köstlichkeiten erkundeten wir zu Fuß ein kleines Dorf, erlebten vom Beiboot einen schwimmenden Markt und sahen natürlich stundenlang die Flussuferlandschaft, Menschen und ihre Welt an uns vorbeiziehen.
Der Besuch einer Pagode durfte auch nicht fehlen. Wir waren in einer Kokosnussfabrik und beobachteten die Reisnudelentstehung. Im Sampan wurden wir durch kleine Kanäle gerudert. Und wir lernten vietnamesisches Pfannkuchenbacken.

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Cu chi

Per Speedboat Tour ging es mit Fruchtbuffet an Bord zu den Tunneln von Cu Chi. Hier erlebten wir zahlreiche lebensgroße Plastiksoldaten und ihren Alltag im Kampf gegen die Besatzer. Ein Propagandafilm Baujahr 1967 schwor uns auf den VC ein. Chinesinnen in schicken Kleidern mit Pfennigabsätzen stapften durch den Dschungel und posierten vor kaputten Panzern. Freizeithelden durften am Schießstand die AK oder M60 knattern lassen. Und zum Schluß ging es noch 100m durch die wirklich heißen und dunklen Tunnel, die zwar für Touristen etwas geweitet aber dennoch klaustrophobiefördernd imponierten.

Ho Chi Minh City

Raus aus dem Flieger und rein in das große Gewimmel… Unser Hotel liegt gleich am Ben Tham Markt, umzingelt von Mofahorden. Nach anfänglichen Tapsigkeiten haben wir das über die Straße gehen – umringt von Zweirädern – schon einigermaßen verstanden.
Ein Pflichtbesuch führte uns ins War Remnants Museum, wo viele schockierende Zeugnisse vor allem von den Folgen von Agent Orange ausgestellt sind.
Wir genossen hier und da etwas vom Straßenstand, schlenderten durch die Straßen und den benachbarten Markt und genossen unsere Rooftop Terrasse im Hotel. Zum Schluss noch die Aussicht aus unserem Zimmer.

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Alpencross Tag 4 – Zugkampf und Almenschrubben

Bozen wollten wir am Morgen schnellstmöglich hinter uns lassen doch der erste Zug zum Brenner war bereits fahrradtechnisch voll. Also auf den nächsten am Gleis warten. Immer mehr Radler kamen dazu, je später desto dreister versuchten diese sich in eine gute Position zu bringen. Grummeleien und Diskussionen mit der Schaffnerin setzten ein warum man der Wichtigste sei. Dann war plötzlich der Zug da und ich holte mir großes Lob von Ardor. Der Nilsdrache wurde geweckt und ich bugsierte uns auf einen der wenigen begehrten Plätze. Zwei Dutzend stinkigen Radlern blieb nur der nächste Zug. 

Am Brenner gab es erstmal lecker Frühstücken bei einer sehr zuvorkommenden Bäckersfrau. Peter erhielt mindestens 11 Scheiben Salami auf 1 Brötchen. So beschwert stürtzten wir die laange Abfahrt nach Innsbruck hinab, entschieden uns dann aber zu einem knackigeren Weg über die Almen rechts und links des Inntals. Malerische Bergdörfer mit ihren zahllosen Brunnen sicherten unser Überleben in der Gluthitze. Zusammen mit Bananen und schokoriegeln. 

Auch die österreichische Bundeswehr die im Wald ihre Buben Fernmeldedrähte spannen ließ könnte uns nicht halten und wir rissen den dritten Tag in Folge über 100km herunter, auch die Höhenmeter bergauf waren wieder vierstellig bis wir am Fernsteinsee unser Abendmahl genossen. Jetzt trohnen wir in unseren Schlafsäcken unterm Vollmondfirmament und legen ob der Hitze immer mehr Kleidungsstücke ab.

   
    
 
 

Alpencross Tag 3 – Bella Italia

Ein sonnenverwöhnter Radeltag geht wieder viel zu schnell vorbei. Der Rausch der Geschwindigkeit hat uns bis nach Bozen geführt. Beim belgischen Kreiseln reckten wir abwechselnd unsere Nasen in den fiesen Gegenwind bis sie stumpfgeschliffen waren. Ansonsten keine Verluste. Jetzt wird geschlemmt und dann geht es wohl schnell wieder in unser Airbnb Zimmer in der Altstadt.